E-Paper - 02. Juni 2017
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Bericht mit einem Lernenden

«Teamarbeit macht mir Freude»

Peter Baumann arbeitet an einer Walze. Es ist nicht irgendeine Walze, sondern eine, die Kakaobohnen mahlt. Jetzt steht die Maschine allerdings noch nicht in der Schokoladenfabrik, sondern in einer riesigen Werkhalle und wird gerade zusammengebaut.

Die Maschinenbaufirma, für die Peter arbeitet, produziert nicht nur Hightech-Maschinen für die Schokoladenindustrie, sondern auch für weitere Lebensmittelhersteller und für die chemische Industrie. Zu den wichtigsten Tätigkeiten von Polymechanikerinnen und Polymechanikern gehört die Fertigung von verschiedenen Werkstücken. Aus Metallen und weiteren Materialien wie Kunst- oder Verbundstoffen stellen sie Prototypen, Vorrichtungen für Werkzeuge oder einzelne Bauteile, je nach Verwendungszweck auf Hundertstel- oder Tausendstelmillimeter genau her. Sie planen die einzelnen Arbeitsschritte, programmieren und bedienen computergesteuerte Werkzeugmaschinen oder Drehautomaten und überwachen die Produktion. Bei der Endkontrolle werden die gefertigten Teile mit mechanischen, elektronischen und optischen Messgeräten geprüft. Damit leisten die Berufsleute eine sehr wichtige Arbeit. Denn heute werden Lebensmittel, Stoffe für Kleider, Automobilteile und noch vieles mehr von Maschinen produziert oder weiterverarbeitet.

Montieren und in Betrieb nehmen

Ein weiteres Einsatzgebiet von Polymechanikerinnen und Polymechaniker sind Montage und Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen, oft direkt bei der Kundschaft. Die Berufsleute bauen mechanische, hydraulische und elektrische Teile in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten zu einem funktionierenden Ganzen zusammen. Bei der Inbetriebnahme führen sie Tests durch, nehmen Einstellarbeiten vor und führen die Mitarbeitenden in die Bedienung ein. Sie übernehmen ausserdem Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Teamarbeit ist sehr wichtig

«Als Polymechaniker arbeitet man oft im Team», das gefällt dem angehenden Berufsmann. An der Walze arbeiten im Moment Dreierteams. Gerade bei grossen Maschinen müsse man in Gruppen arbeiten, sagt er. Einzelgänger mag Peter nicht. «Man muss für diesen Beruf ein kommunikativer Mensch sein.» Die Berufsleute arbeiten konzentriert. Anhand von technischen Zeichnungen bringen sie Teile am Walzwerk an. Polymechanikerinnen und Polymechaniker müssen ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis ha--

Aarauer Nachrichten vom Freitag, 2. Juni 2017, Seite 4 (86 Views)

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