E-Paper - 02. Juni 2017
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Interview mit Martin Kern, Kommandant der Jugendfeuerwehr Niedergösgen

«Auch der Spass kommt nicht zu kurz»

Martin Kern ist Kommandant im Rang eines Hauptmanns bei der Feuerwehr Niedergösgen. Im Interview spricht er über die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr.

Seit wann sind Sie in der Jugendfeuerwehr aktiv und was bringen Sie den Feuerwehrleuten bei?

Die Jugendfeuerwehr Niedergösgen besteht seit dem Jahre 2012. Die Jungfeuerwehrler lernen das normale Feuerwehrhandwerk. Natürlich kommt auch der Spass nicht zu kurz. Wettkämpfe, spezielle Übungen wie auch das gemütliche Beisammensein sind ebenfalls Teil der Jugendfeuerwehr.

Gibt es viele Nachwuchsfeuerwehrleute, oder ist es schwierig, Interessierte zu finden?

Wir haben das grosse Glück, dass wir sehr gute und interessierte Jugendliche haben. Soviel ich weiss sind wir sogar die grösste Jugendfeuerwehr im Kanton Solothurn. Natürlich nehmen wir immer neue und interessierte Jugendliche auf.

Was lernt man in der Jugendfeuerwehr als erstes?

Als erstes lernt man aufeinander Acht zu geben und im Team zusammenzuarbeiten. Die Jugendlichen werden vom Leiterteam geführt und beaufsichtigt. Diejenigen, welche neu dazu kommen, werden auch von den Älteren angeleitet. Zuoberst steht aber immer die Sicherheit.

Worauf wird bei der Ausbildung wert gelegt?

Das Feuerwehrhandwerk, die Kameradschaft und die Bereitschaft, anderen uneigennützig zu helfen.

In welcher Altersklasse sind die Leute in der Jugendfeuerwehr?

Der Jugendfeuerwehr kann man vom 12. Altersjahr her beitreten.

Wo stehen die Feuerwehrleute nach der Jugendfeuerwehr und wie können sie weitermachen?

Mit 18 Jahren kann man direkt der richtigen Feuerwehr beitreten. Dabei muss der Jugendfeuerwehrler beim Eintritt in die richtige Feuerwehr keinen Basiskurs mehr absolvieren und ist direkt Soldat. Der Feuerwehr kann man normal erst ab dem 20. Altersjahr beitreten.

Was sind die wichtigsten Lernziele der Jugendfeuerwehr?

Das wichtigste Lernziel ist, dass die Jugendfeuerwehrler mit 18 in die richtige Feuerwehr übertreten können.

Warum raten Sie jungen Menschen, in die Feuerwehr einzutreten?

Sie lernen dabei, aufeinander Acht zu geben. Zudem den Umgang mit Technik im Sinne der Aufgaben der Feuerwehr. Sie können viel für das spätere Leben lernen. Sind gewappnet, auch in extremen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Natürlich lernen sie dies alles noch spielerisch.

Was war ihr bisher prägendstes Erlebnis mit der Jugendfeuerwehr?

Das für mich prägendste Erlebnis war, als ich letztes Jahr zwei Jugenfeuerwehrler in die Mannschaft aufnehmen konnte und sie beeindrucken die älteren mit Ihrem Tatendrang und Fachwissen. Es ist schön zu sehen, was meine beiden Leiter Musso Fabrizio und Baycan Mahir mit ihrem Assistenten Stäger Dario den Girls und Jungs beigebracht haben.

Wie oft trifft sich die Jugendfeuerwehr und wie sieht ein solcher Abend aus?

Die Jugendfeuerwehr hat jeden Monat jeweils am Samstagnachmittag eine Übung mit anschliessendem gemütlichen Beisammensein. Meistens essen sie Chicken Nuggets und Pommes. Die Übungen werden von den genannten Leitern organisiert und sind sehr abwechslungsreich und interessant.

Fragen: Bettina Siegwart

Aarauer Nachrichten vom Freitag, 2. Juni 2017, Seite 18 (70 Views)

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